Interview von DHA (Nachrichtenagentur Dogan) im Faik Pasha Suites und Cafe Meral Kalav Demir

Pensionierte Rechtsanwältin Meral Demir hat in dem Hotel, das sie in Çukurcuma, einem der ältesten Stadtteilen von Istanbul, eröffnet hat, die Historie wieder belebt. In dem Hotel, welches Meral Demir durch Restorierung von zwei kleinen Gebäuden aus 18. Jahrhundert eröffnete, besteht fast alles aus antiken Werken, nur die Fernsehgeräte nicht.

 

Alle Gegenstände, von Türschlüsseln bis Telefongeräten, von Kronleuchtern bis Eßgeschirren, seien innerhalb einer Zeitdauer von zwei Jahren aus den antiken Werken bei den Antiquitätenhändlern in verschiedenen Stadtteilen von Istanbul jeweils einzeln und in Gewissenhaft gewählt.

 

In dem Hotel, das im Treue zu dem Original restoriert wurde, werden Zeit zu Zeit auch Versteigerungen und verschiedene Kunstaktivitäten veranstaltet.

 

Frau Demir, die mitteilt, daß die Gebäuden mit Eigenschaft eines historischen Werkes zweiten Grades nach ihren Originalplänen und –bautechniken restoriert und dekoriert werden sollen, erzählt folgendes über die Gründungsphase des Hotels:

“Unsere Besucher kaufen einerseits verschiedene Gegenstände in den von uns veranstalteten Versteigerungen, andererseits nehmen sie an unseren Tanzaktivitäten teil. Unsere Tangolehrer und –Lehrerinnen, die sich unter unseren an unseren Aktivitäten teilnehmenden Gästen befinden, bilden spontan einen Tanzplatz und tanzen mit Tangomusik. Jetzt im Sommer haben wir eine Pause eingelegt, aber in anderen Jahreszeiten gibt es hier an jedem Wochenende Jazzmusikkonzerte und Brunchs. Zu diesem Platz, wo eine Hausruhe und –komfort herrscht, kommen unsere Gäste, sie essen von unseren schönen und verschiedensten Speisen und verbringen freizügig eine angenehme Zeit. Unsere Gäste, die hierher kommen, kommen nicht für Einmal und sie vergessen uns nicht. Denn hier gibt es positive Energie, Freundschaft, meine hier betreffende Begehren und meine innige Liebe gegenüber diesem Viertel.” Frau Demir, die mitteilt, daß das Hotel insbesondere den Menschen gefällt, welche das Alte und die Historie lieben, sagt “Hier haben wir an Internet anschließbare 3-dimensionale Fernsehgeräte mit Tastatur. Und wir haben Zimmer zwar gleichen Stils aber unterschiedlich dekoriert.”, was eine Kombination der Technologie mit dem Alten reflektiert. “HIER IST EIN STADTTEIL, WO NACHSICHT UND MENSCHENLIEBE HERRSCHEN.” Frau Demir, die meint, daß Çukurcuma und ihr Betrieb mit Nachsicht geknetet sei, sagt weiter “Hier, in diesen Gebäuden, haben die Griechen, Armenier, Levantiner, Mohammedaner, welche Staatsangehörige des  Osmanischen Reichs waren, alle zusammen zufrieden gelebt. Ich möchte, daß dieser Lebensgeist immer da ist. Denn Multigläubigkeit  und Multikulturalität bringen Nachsicht und Menschenliebe mit sich mit. Bei Beyoğlu handelt es sich um einen Stadtteil, wo das tägliche Leben führt und man die mit Europäischer Kultur gemischte türkische Kultur erlebt. Und unser Betrieb ist dabei ein Platz,  wo auch die fremden Gäste das Tagesleben wie ein lokaler Bewohner beobachten können und Liebe, Mühe und Lebenserfahrung untereinander eigenartig gemischt sind.”

 

“MAN KANN NATÜRLICH SOGENANNTE WOLKENKRATZER BAUEN, ABER DANN KÖNNEN WIR NICHT BEYOGLU WIEDER ZURÜCKFINDEN”

Frau Demir, die von den Boutique-Hotels die Beimessung ausreichender Bedeutung für Beyoğlu verlangt, sagt weiter “Manche unserer Gäste kommen hierher, sitzen den ganzen Tag, trinken nur eine Tasse Kaffee, verbinden sich an Internet und machen Ihre Arbeiten. Ich bestehe nicht darauf, daß jeder etwas essen muß, ist für mich auch gut, wenn man nur kommt und sitzt; was ich beabsichtige ist, daß dieser Ort weiterlebt und einen Geist hat.”

 

“Es ist nicht möglich, daß neue Gebäuden die Stelle dieser alten Gebäuden nehmen. Man kann zwar intelligente Gebäuden mit hoher Technologie, sogar ein Dubai bauen, aber ein Beyoğlu kann man nicht noch einmal errichten.” WARUM FAIK PASHA? Die Frage, warum der Name des Hotels Faik Pasha heiße, beantwortet Frau Demir so: “Bei Faik Pasha handelt es sich um einen Pharmazeuten, der ein Soldat italienischen Urprungs war und eigentlich Francesco Dello Suda hieß. Faik Pasha, der seine Stelle im Osmanischen Reich bis zur Hauptpharmazeuten erhöhen konnte und einer der Gründer von Kizilay [Roter Mond] und von der türkischen Apothekerkammer war, und sein Sohn Faik Pasha der II., der eigentlich Giorgio Della Suda hieß,  sind Osmaner, die der türkischen Pharmazeutik sehr viel beigetragen haben.

 

Die Familie hat in dem Palast mit Tür-Nr. 4 auf der Straße Faik Paşa Yokuşu gelebt und eine Apotheke in Beyoğlu gehabt. Aus diesem Grund bin ich sehr zufrieden dem Hotel den Namen Faik Pasha gegeben zu haben.”

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